Nicolaus-Copernikus-Planetarium Nürnberg: Astronomie und Kultur
 
 
 
 
 
 
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Der Sternenhimmel im Herbst

Link zur Sternkarte Herbst

Die Sternkarte zeigt den typischen Herbsthimmel, wie er sich abends in den Monaten Oktober bis Dezember bietet. Der Rand der Sternkarte stellt den Horizont dar. Die Windrichtungen sind mit Buchstaben markiert. Man hält die Karte nach oben, als ob man zum Himmel schaut, wobei die Richtung, in die man blickt, auf der Karte unten sein muß. Die Mitte der Karte ist der Scheitelpunkt des Himmels, der Zenit. Der Übersicht halber wurden nur die auffälligsten Sterne eingetragen. Wer den Himmel genauer kennenlernen möchte, sollte freitags oder samstags abends die Nürnberger Sternwarte besuchen oder an einer Planetariumsvorführung teilnehmen.

Der Große Wagen steht weit unten im Norden und wird nun oft von der Landschaft verdeckt. Man muß jetzt in der Regel das Himmels-W der Kassiopeia zur Hilfe nehmen, um den Polarstern zu finden. Dessen mittlere Spitze weist auf den Polarstern.

Das Sommerdreieck ist in die westliche Himmelshälfte gewandert. Trotzdem ist es auch noch im Herbst lange am Abend zu sehen.

Der Süden wird vom Pegasus beherrscht. Als Figur liegt das Sternbild auf dem Rücken. Das Herbst-Viereck markiert den Körper des geflügelten Pferdes. Hals und Kopf weisen schräg nach unten in den Südwesten.

Mit dem Pegasus rückt auch die Andromeda höher an den Himmel. Ihre Kette aus mittelmäßig hellen Sternen wäre kaum erwähnenswert, wenn nach ihr nicht der berühmte Andromeda-Nebel benannt wurde. Es ist eine Nachbar-Milchstraße im Weltall. Mit 2,3 Millionen Lichtjahren Entfernung ist der Andromeda-Nebel das weiteste Objekt, das man mit freien Augen sehen kann. Um ihn zu erspähen, darf der Himmel nicht zu hell sein, denn er erscheint wie ein mattleuchtender Nebelfleck oberhalb der Andromeda-Sterne. Mit einem Feldstecher ist er besser zu sehen, bleibt aber verschwommen. Erst auf Himmelsfotografien mit langer Belichtungszeit offenbart sich der Andromedanebel als spiralförmiges Sternsystem.

Milchstraßensysteme wie der Andromedanebel werden auch Galaxien genannt. Es sind die größten Bausteine des Universums. Jede Galaxie besteht aus vielen Milliarden Sternen und die Astronomen haben mittlerweile hunderttausende von Galaxien im Weltall entdeckt.

Zum Osten hin schließt sich an die Andromeda das Sternbild Perseus an. Noch weiter zum Osthorizont hin sind die Wintersternbilder aufgegangen. Allen voran hat der Fuhrmann mit dem hellen Stern "Kapella" den Osten erklommen. Ihm folgen der Stier, der Orion und die Zwillinge.

Unter dem Pegasus liegt das ausgedehnte aber lichtschwache Tierkreissternbild der Fische. Vor über 2000 Jahren standen hier die beiden Planeten Jupiter und Saturn nahe beieinander, was einige Astronomen vermuten läßt, daß dies die Grundlage für die Legende vom Weihnachtsstern sein könnte. Mehr darüber kann man im Dezember im Planetarium erfahren.

Mehr Himmels-Infos erwünscht? Eine gute Zusammenstellung von Hinweisen findet man bei http://www.astronomie.de/himmelsvorschau/

Eine einstellbare Online-Sternkarte gibt es bei http://www.astroviewer.de/

Die meisten Angaben gelten für Nürnberg ebenso wie für Berlin.

 

 

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