Nicolaus-Copernikus-Planetarium Nürnberg: Astronomie und Kultur
 
 
 
 
 
 
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Der Sternenhimmel im Sommer

Link zur Sternkarte Sommer

Die Sternkarte zeigt den typischen Sommerhimmel, wie er sich abends in den Monaten Juli bis September bietet. Der Rand der Sternkarte stellt den Horizont dar. Die Windrichtungen sind mit Buchstaben markiert. Man hält die Karte nach oben, als ob man zum Himmel schaut, wobei die Richtung, in die man blickt, auf der Karte unten sein muß. Die Mitte der Karte ist der Scheitelpunkt des Himmels, der Zenit. Der Übersicht halber wurden nur die auffälligsten Sterne eingetragen. Wer den Himmel genauer kennenlernen möchte, sollte freitags oder samstags abends die Nürnberger Sternwarte besuchen oder an einer Planetariumsvorführung teilnehmen.

Während der Große Wagen in den Nordwesten gewandert ist, steigt im Nordosten die Kassiopeia auf. Die fünf hellsten Sterne dieser Figur bilden eine Zickzack-Linie, die dem Sternbild zum Namen "Himmels-W" verholfen hat.

Auch die Kassiopeia ist ein Wegweiser am Himmel. Die mittlere Spitze im Himmels-W weist wie eine schiefe Pfeilspitze ungefähr in Richtung zum Kleinen Wagen mit dem Polarstern. Zwischen Kassiopeia und Kleinem Wagen liegt das Sternbild Kepheus, das nur aus recht schwachen Sternen gebildet wird.

Im Süden ist das Sommerdreieck zu sehen. Es setzt sich aus den hellsten Sternen von drei Sternbildern zusammen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Von den drei Figuren ist der Schwan am besten erkennbar, denn seine hellsten Sterne formen ein großes Kreuz am Himmel, deshalb nennt man den Schwan auch manchmal "Kreuz des Nordens". Es entschädigt uns für den Umstand, daß wir das berühmte Kreuz des Südens von Deutschland niemals sehen können.

Tief am südlichen Horizont steht das Tierkreissternbild Schütze, dessen Form eher an eine Teekanne erinnert als an die Gestalt in der Sagenwelt.

Im Südwesten finden wir den Herkules und darunter den Schlangenträger. Er ist ein großes aber wenig bekanntes Sternbild, das mit dem berühmten Äskulap - dem römischen Gott der Heilkunst - in Verbindung gebracht wird. Nur wenigen ist bekannt, daß der Schlangenträger ein Tierkreissternbild ist. Die Sonne steht vom 29. November bis 18. Dezember in diesem Sternbild. Wer sich nun fragt, warum der Schlangenträger nicht im Horoskop auftaucht, sitzt einem verbreiteten Mißverständnis auf. Die Sterndeuter (Astrologen) kümmern sich nicht um die am Himmel sichtbaren Sternbilder, sondern kennen nur das theoretische System der Tierkreiszeichen. Diese Zeichen haben zwar gleiche Namen wie die Sternbilder, existieren aber nicht wirklich und sind daher auch am Himmel nicht zu sehen. So kommt es, daß Astronomen und Astrologen dieselben Begriffe benutzen, aber völlig verschiedene Dinge meinen. Bei unserer Sternkarte halten wir uns streng an die Astronomie und erläutern nur die echten, am Himmel sichtbaren Sternbilder.

Im Südosten sind der Pegasus und die Andromeda aufgestiegen. Wer sich in dem Himmelsgebiet kein geflügeltes Pferd vorzustellen vermag, kann mit den hellsten Sternen dieser Figur Vorlieb nehmen. Sie formen das sogenannte Herbst-Viereck, womit schon gesagt ist, wohin unsere Reise durch die Jahreszeiten geht.

Der August beschert uns zwischen dem 10. und 13. reichlich Sternschnuppen. Die meisten wird man in der Nacht vom 11. auf 12. August zwischen 23 und 5 Uhr morgens sehen. Man nennt den Sternschnuppenschauer im August auch "Laurentius-Tränen" nach dem Heiligen Laurentius, der am 10. August 258 als Märtyrer umkam. Genau in jener Nacht sollen besonders viele Sternschnuppen erschienen sein. Die Wissenschaftler nennen Sternschnuppen auch Meteore und sprechen bei den Laurentiustränen von den "Perseiden", weil sich ihre Leuchtspuren am Himmel zum Sternbild Perseus zurückverfolgen lassen.

Mehr Himmels-Infos erwünscht? Eine gute Zusammenstellung von Hinweisen findet man bei http://www.astronomie.de/himmelsvorschau/

Eine einstellbare Online-Sternkarte gibt es bei http://www.astroviewer.de/

Die meisten Angaben gelten für Nürnberg ebenso wie für Berlin.

 

 

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