Nicolaus-Copernikus-Planetarium Nürnberg: Astronomie und Kultur
 
 
 
 
 
 
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Der Sternenhimmel im Winter

Link zur Sternkarte Winter

Die Sternkarte zeigt den typischen Winterhimmel, wie er sich abends in den Monaten Januar bis März bietet. Der Rand der Sternkarte stellt den Horizont dar. Die Windrichtungen sind mit Buchstaben markiert. Man hält die Karte nach oben, als ob man zum Himmel schaut, wobei die Richtung, in die man blickt, auf der Karte unten sein muß. Die Mitte der Karte ist der Scheitelpunkt des Himmels, der Zenit. Der Übersicht halber wurden nur die auffälligsten Sterne eingetragen. Wer den Himmel genauer kennenlernen möchte, sollte freitags oder samstags abends die Nürnberger Sternwarte besuchen oder an einer Planetariumsvorführung teilnehmen.

Die Wintersternbilder setzen sich zum großen Teil aus hellen Sternen zusammen, so daß man sie auch von der Großstadt aus gut erkennen kann. Damit bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, einige Sterne beim Namen kennenzulernen. Fuhrmann und Stier stehen im Süden. Ihre jeweils hellsten Sterne heißen "Kapella" und "Aldebaran". Darunter steht das Paradesternbild des Winters: der Orion. Er beherbergt gleich zwei Mitglieder aus der Top Ten der Sternhelligkeiten. Links oben strahlt "Beteigeuze", während rechts unten "Rigel" funkelt. Die ungewöhnlichen Namen stammen aus dem Arabischen. Lange bevor man sich in Mitteleuropa mit den Sternen beschäftigte, gab es im Nahen Osten bereits Hochkulturen, die den Himmel ordneten und auffälligen Sternen eigene Namen gaben. Bis heute werden diese Bezeichnungen in aller Welt verwendet.

Wer genau hinschaut, erkennt bei den Sternen Farbunterschiede. Kapella und Rigel sind rein weiß, während das Licht von Aldebaran und Beteigeuze einen rötlichen Farbton besitzt. Ursache für die Farben sind die unterschiedlichen Temperaturen der Sterne. Je geringer die Temperatur, desto röter das Sternenlicht. Während unsere Sonne 6000 Grad heiß ist, bringt es Aldebaran nur auf 3500 Grad.

Unterhalb vom Orion strahlt der Helligkeits-Spitzenreiter "Sirius". Wegen seiner Position im Großen Hund wird er manchmal auch "Hundsstern" genannt. Er ist der hellste Fixstern am Himmel und wird nur noch von Sonne, Mond und einigen Planeten übertroffen. Die große Helligkeit von Sirius ist hauptsächlich auf die relativ geringe Entfernung dieses Fixsterns zurückzuführen. Mit 9 Lichtjahren gehört Sirius zu den Nachbarsternen im Kosmos. Für alle Kinder, die 9 Jahre alt werden, ist Sirius in diesem Jahr sozusagen ihr Geburtstagsstern, denn sie sehen heute das Licht, was der Stern in ihrem Geburtsjahr ausgestrahlt hat.

Zwischen dem Großen Hund und den Zwillingen steht ein weiterer heller Stern: Prokyon im Kleinen Hund.

Die auf der Karte mit Eigennamen markierten Sterne bilden das "Wintersechseck". Es setzt sich zusammen aus Rigel im Orion, Aldebaran im Stier, Kapella im Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen sowie Prokyon und Sirius.

Im Osten steigen abends die ersten Vorboten des Frühlings über den Horizont. Der Löwe und der Krebs sind Vertreter der kommenden Jahreszeit.

Weiter nordöstlich finden wir den Großen Wagen. Gemeinsam mit dem Himmels-W der Kassiopeia stehen uns gegenwärtig zwei himmlische Wegweiser, die uns die Richtung zum Polarstern im Kleinen Wagen zeigen.

Die Verlängerung des Abstandes der beiden hinteren Kastensterne im Großen Wagen weist zum Polarstern. Alternativ benutzt man die mittlere Spitze im Himmels-W der Kassiopeia als Richtpfeil zum Kleinen Wagen, an dessen Deichselende sich der Polarstern befindet.

Mehr Himmels-Infos erwünscht? Eine gute Zusammenstellung von Hinweisen findet man bei http://www.astronomie.de/himmelsvorschau

Eine einstellbare Online-Sternkarte gibt es bei http://www.astroviewer.de

Die meisten Angaben gelten für Nürnberg ebenso wie für Berlin.

 

 

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